Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner

Die Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner ist auch dann möglich, wenn die persönliche und geistige Gemeinschaft aufrechterhalten bleibt.

 

 

 


Umsatzsteuer

  • Umsatzsteuerfreiheit von Personenbeförderungsleistungen eines Taxiunternehmens für eine Klinik.

Termine Steuern / Sozialversicherung Juni / Juli 2017

Unternehmer/Unternehmen

  • An GmbH als Versicherungsnehmerin gezahlte Versicherungsleistungen wegen Erkrankung des Gesellschafter-Geschäftsführers sind Betriebseinnahmen.
  • Gewerbliche Einkünfte durch Vermietung eines Arbeitszimmers an eigenen Auftraggeber.

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Ferienjobs sind für Schüler sozialversicherungsfrei.

Einkommensteuer

  • Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner ist trotz langjähriger räumlicher Trennung möglich.
  • Günstigere Berechnung der zumutbaren Belastung.
  • Doppelte Haushaltsführung eines alleinstehenden Arbeitnehmers.

Mieter/Vermieter

  • Mietvertragliche Individualvereinbarungen haben Vorrang vor schriftlichen Formularregelungen.
  • Fortsetzung eines Mietverhältnisses wegen unzumutbarer Härte der Kündigung.

Sonstiges

  • Unfallschaden: Verweis auf günstigere Reparaturmöglichkeit in einer freien Fachwerkstatt.

Bild: pixabay / Autor: geralt 1820678

steuerfreie Lohnersatzleistungen

Steuerfreie Lohnersatzleistungen können in unterschiedlicher Form gewährt werden. Die Möglichkeiten der steuerfreien Lohnersatzleistungen erläutern wir Ihnen nachstehend:

 

 

 

 

Alljährlich steht in den Unternehmen die Diskussion über Lohnerhöhungen der Mitarbeiter an. Sicherlich sind auch Sie mit diesem Thema regelmäßig befasst. Doch wissen Sie, dass Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von einer Lohnerhöhung nach Abzug von Steuern gerade einmal die Hälfte verbleibt? Erhält ein Arbeitnehmer der Steuerklasse I mit einem Bruttolohn bzw. Gehalt von 4.000 EUR monatlich eine Gehaltserhöhung von 3 %, steigt die gesamte Steuerbelastung nach dem aktuellen Steuertarif 2017 von 823 EUR auf 864 EUR (inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag). Dies bedeutet, dass dem Arbeitnehmer von den 120 EUR, die Sie Ihren Arbeitnehmern mehr bezahlen, gerade einmal 79 EUR verbleiben.
Nicht berücksichtigt sind dabei die Sozialabgaben, die ebenfalls mit jeder Lohnerhöhung steigen, und zwar in dem Rechenbeispiel von 787 auf 810 EUR. Dem Arbeitnehmer bleiben von den 120 EUR Lohnerhöhung netto nur 56 EUR.

Die Ursache dafür liegt im linear-progressiven Steuertarif des deutschen Steuersystems, welcher inflationsbedingte Lohnerhöhungen nicht berücksichtigt. Zwar wurde der sog. Grundfreibetrag durch das Gesetz zum Abbau der kalten Progression in zwei Etappen auf aktuell (2017) 8.820 EUR erhöht. Wirklich effiziente Maßnahmen gegen die kalte Progression hat der Gesetzgeber aber bisher nicht unternommen. Und selbstverständlich steigen die Sozialabgaben stetig an.

Steuerfreie Lohnersatzleistungen
Angesichts der zunehmenden Belastungen mit Steuern und Sozialabgaben lohnt die Gewährung steuerfreier Lohnersatzleistungen mehr denn je. Wir möchten Sie daher auf Möglichkeiten hinweisen, einen Teil der vereinbarten Lohnerhöhungen im Einverständnis Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form steuerfreier Lohnersatzleistungen zu gewähren. Das Steuerrecht bietet eine breite Palette solcher Lohnersatzleistungen, die je nach Bedarf oder den Wünschen des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmer entsprechend genutzt werden kann.

Serviceleistungen für Familie und Beruf
Als Arbeitgeber können Sie ein Dienstleistungsunternehmen beauftragen, welches Ihre Arbeitnehmer in persönlichen und sozialen Angelegenheiten berät oder Betreuungspersonen für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige des Arbeitnehmers vermittelt. Diese Leistungen sind in tatsächlicher Höhe lohnsteuerfrei. Darüber hinaus können Sie die Kosten für eine kurzfristige Notbetreuung von Kindern (unter 14 Jahren bzw. behinderte Kinder) oder pflegebedürftigen Angehörigen Ihrer Arbeitnehmer übernehmen, wenn dies aus zwingenden und beruflich veranlassten Gründen notwendig ist. Diese Leistungen sind bis zu maximal 600 EUR im Kalenderjahr lohnsteuerfrei. Die Betreuungsleistungen können im privaten Haushalt des Arbeitnehmers erfolgen. Gerne erläutern wir Ihnen diese Gesetzesneuerungen im Detail.

Sachbezüge
Als Arbeitgeber können Sie Ihren Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn Sachbezüge von insgesamt 44 EUR pro Kalendermonat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden. Bei der Berechnung des Sachbezugswerts und der Freigrenze müssen Sie nach der neuesten Finanzgericht-Rechtsprechung bei Sachzuwendungen ggf. Versand- und Verpackungskosten einbeziehen, Unter anderem können Sie Ihren Arbeitnehmern aber auch Tankkarten im Wert von 44 EUR aushändigen oder sonstige wieder aufladbare Guthabenkarten, die jeden Monat vom Ihrem Betriebsrechner aus mit dem Höchstbetrag von 44 EUR ausgestattet werden können. Der Arbeitnehmer kann dann davon tanken oder sonstige Waren beziehen. Nehmen Sie diese
Möglichkeit zum Anlass, mit uns darüber zu sprechen.

Förderung der Elektromobilität
Fördern Sie die Elektromobilität Ihrer Mitarbeiter und tun Sie gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes. Nach dem neuen Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität können Sie Ihren Arbeitnehmern Vorteile für das elektrische Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder eines Hybridelektrofahrzeugs oder eines S-Pedelec (zulassungspflichtiges Elektrofahrrad) lohnsteuerfrei gewähren. Dasselbe gilt für die zeitweise Überlassung einer zur privaten Nutzung geeigneten betrieblichen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge. Diese Annehmlichkeiten zusätzlich zum Lohn unterliegen nicht der Lohnsteuer. Außerdem können geldwerte Vorteile aus der Übereignung einer Ladevorrichtung und Zuschüsse zur Anschaffung einer solchen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden. Dem Arbeitnehmer fließt der Vorteil somit brutto für netto zu.

Job-Ticket
Auch ein Job-Ticket stellt nach unseren Erfahrungen eine willkommene Alternative zu einer Lohnerhöhung dar. Solche Monatskarten für den öffentlichen Personennahverkehr können ohne Lohnsteuer- oder Sozialversicherungsabzüge überlassen werden, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht mehr als 44 EUR monatlich zuwendet. Bitte beachten Sie - und dies gilt auch für Warengutscheine, dass der Zuwendungsbetrag die Freigrenze von 44 EUR je Monat nicht auch nur geringfügig übersteigen darf, da in diesem Fall der volle Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig wird! Dies ist in der Regel so, wenn das Job-Ticket in Form eines Jahrestickets ausgegeben wird. Die 44 EUR-Freigrenze ist dann in der Regel überschritten. Sprechen Sie daher vor Ausgabe eines Job-Tickets mit uns.

Aufmerksamkeiten
Der Freibetrag für typische Aufmerksamkeiten beträgt 60 EUR pro Anlass. Typische Aufmerksamkeiten sind Geschenke wie Bücher, Blumen, CDs zum Geburtstag usw. Tätigen Sie aber keine Barzuwendungen. Denn diese sind in jeder Höhe lohnsteuerpflichtig!                         

Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten (insbesondere Kindergarten)
Eine Alternative zu einer Lohnerhöhung stellen Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Kosten der Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer dar. Diese sind lohnsteuerfrei. Wichtig ist u. a., dass die Zuschüsse zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt werden. Hierzu zählen betriebseigene und außerbetriebliche Kindergärten, Kindertagesstätten und eine Unterbringung bei einer Tagesmutter, sofern diese nicht als Angestellte des Arbeitnehmers anzusehen ist, sondern als Selbstständige tätig wird. Steuerfrei sind nur Unterkunft, Betreuung und Verpflegung der Kinder. Soweit Arbeitgeberleistungen auch den Unterricht des Kindes umfassen, sind sie nicht steuerfrei. Dasselbe gilt für Zuschüsse zur Beförderung des Kindes zwischen Wohnung und Kindergarten. Die Kinderbetreuungskosten können Sie in tatsächlicher Höhe erstatten, Höchstbeträge gibt es nicht. Sprechen Sie uns für weitere Details gerne an.
Zusätzlich kann der Arbeitnehmer Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung seines zum Haushalt gehörenden Kindes, welches das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (bei körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung gilt das 25.
Lebensjahr) bis zur Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 EUR je Kind, als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Erhaltene Arbeitgeberzuschüsse werden allerdings hierauf angerechnet.

Fort- und Weiterbildung
Erstatten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Weiterbildung bzw. Fortbildung. Voraussetzung für die Steuerfreiheit der Erstattung ist zwar, dass die Weiterbildung in einem bereits ausgeübten Beruf erfolgt und diese im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. Jedoch kann in vielen solchen Fällen die Kostenerstattung für ein berufsbegleitendes Seminar, welches der Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch besuchen möchte, ein Anreiz sein, auf einen Teil der Lohnerhöhung zu verzichten.

Belegschafts-, Personalrabatte
Bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Belegschafts- bzw. Personalrabatte an bzw. stellen Sie Ihren Arbeitnehmern kostenlose oder verbilligte Waren bzw. Dienstleistungen zur Verfügung. Der erzielte Preisvorteil durch Personalrabatt ist bis zu einem Freibetrag von 1.080 EUR pro Kalenderjahr steuerfrei. Bemessungsgrundlage für die Sachbezüge bildet der um 4 % geminderte Endpreis (einschließlich der Umsatzsteuer), zu dem der Arbeitgeber die Ware oder Dienstleistung fremden Letztverbrauchern anbietet. Der Preisvorteil errechnet sich aus der Differenz dieses verminderten Endpreises zum vom Arbeitnehmer tatsächlich entrichteten Preis. Ein positiver "Nebeneffekt" ist, dass der Kauf von Waren oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch Ihre Mitarbeiter auch den Umsatz entsprechend ankurbelt.

Gesundheitsförderung
Als Arbeitgeber können Sie bis zu 500 EUR pro Jahr und Mitarbeiter für Zwecke der betrieblichen Gesundheitsförderung steuerfrei zuwenden. Die Zuwendung können Sie auch in Form von Barleistungen (Zuschüssen) gewähren, wenn die zweckgebundene Verwendung sichergestellt ist. "Sponsern" Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern z. B. eine Rückenschule anstelle einer Lohnerhöhung, spart dies nicht nur Steuern und Sozialversicherung, sondern fördert außerdem die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer. Steuerfreie Zuwendungen sind möglich für alle Maßnahmen zur Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastungen oder Zuwendungen für die Bereitstellung einer gesundheitsgerechten betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung oder Maßnahmen zur Vermeidung psychosozialer Belastungen und Stress. Auch Raucherentwöhnungskurse können Sie steuerfrei bis zum genannten Höchstbetrag sponsern. Nicht steuerfrei sind Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge an Sportvereine und Fitnessstudios und andere, ähnliche Einrichtungen. Gehen Sie daher auf alle Fälle auf Nummer sicher und sprechen Sie uns an, bevor Sie derartige Vereinbarungen mit Ihren Mitarbeitern treffen.

Verwendung von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten
Verleihen Sie Ihren Arbeitnehmern einen PC, ein Notebook, ein Smartphone oder ein Handy, löst dieser "Gebrauchsvorteil" keine Steuer aus. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Geräte beruflich gar nicht benötigt oder gebraucht. Die gesamte Nutzung ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Das Verleihen der Geräte hat den Vorteil, dass Sie als Arbeitnehmer den Vorsteuerabzug haben und auch die laufenden Mobilfunkrechnungen steuerfrei übernehmen können.

Erholungsbeihilfen
Schließlich möchten wir Sie noch auf eine weitere Gestaltungsmöglichkeit hinweisen, welche nach unseren Erfahrungen leider wenig genutzt wird:
Die Gewährung von Erholungsbeihilfen. Als solche "Beihilfen" bezeichnet werden Zuwendungen des Arbeitgebers an Mitarbeiter oder mitarbeitende Familienangehörige für Zwecke der eigenen Erholung, der Erholung des Ehegatten oder von Kindern. Die Zuwendungen müssen zusätzlich zum Arbeitslohn erfolgen. Zwar ist die Gewährung solche Zuwendungen nicht ganz steuerfrei. Doch während Urlaubsgeld in der Regel zu deutlich höheren Steuern und Sozialabgaben führt, können Sie Erholungsbeihilfen auf Antrag mit einem Pauschalsteuersatz von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuern. Dies gilt innerhalb bestimmter Höchstgrenzen; innerhalb dieser sind auch mehrere Zuwendungen im Jahr möglich. Versteuern Sie als Arbeitgeber die Erholungsbeihilfe pauschal, fallen auch keine Sozialabgaben an.

Arbeitsvertragliche Vereinbarung: Fallstricke vermeiden!
Für die Lohnsteuerfreiheit kommt es allein auf die arbeitsvertragliche Vereinbarung an. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bezüglich gewährter Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten des Arbeitgebers, fallen unter die steuerfreien Lohnbestandteile nur solche, die "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" gezahlt werden. Das heißt es muss sich zwingend um freiwillige Arbeitgeberleistungen handeln. Dem gegenüber sind nach Auffassung der Finanzverwaltung die Voraussetzungen für eine steuerfreie Gewährung von Zusatzleistungen durch den Arbeitgeber erfüllt, wenn die zweckbestimmte Leistung zu dem Arbeitslohn hinzukommt, den der Arbeitgeber arbeitsrechtlich schuldet.

Schädliche Gehaltsumwandlungen
Gehaltsumwandlungen sind grundsätzlich schädlich. Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist es stets eine Frage des Einzelfalls, ob der verwirklichte Sachverhalt das in mehreren steuerrechtlichen Vorschriften enthaltene Tatbestandsmerkmal "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" erfüllt.

Foto: pixabay / Autor: Loufre 1756279

Arbeitszimmer absetzen

 

Sie können das Arbeitszimmer absetzen, wenn für die betriebliche / berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Der Bundesgerichtshof hat seine bisherige Rechtsprechung geändert.

 

 

 

Einkommensteuer

  • Individueller Höchstbetrag bei Nutzung eines Arbeitszimmers durch mehrere Steuerpflichtige.
  • Berücksichtigung von weiteren Mietaufwendungen neben denen für ein häusliches Arbeitszimmer.

Termine Steuern / Sozialversicherung Mai / Juni 2017

Unternehmer/Unternehmen

  • Keine Abzinsung nicht fremdüblicher Angehörigendarlehn.

Mieter /Vermieter / Grundstückseigentümer/ Wohnungseigentümers

  • AfA bei mittelbarer Grundstücksschenkung.
  • Für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Vorschriften im Sondereigentum ist der jeweilige Wohnungseigentümer zuständig.
  • Mieter darf im Garten ein Kinderspielhaus aufstellen.

Lohnsteuer

  • Übernahme von Verwarnungsgeldern durch den Arbeitgeber kein Arbeitslohn.
  • Keine Besteuerung der privaten Kfz-Nutzung bei Fahruntüchtigkeit.
  • Steuerliche Berücksichtigung von Zuzahlungen für Bereitschaftsdienste.
  • Zuzahlungen des Arbeitnehmers kürzen den geldwerten Vorteil aus der Nutzungsüberlassung eines betrieblichen Kfz.

Verfahrensrecht

  • Rechtswidrige Mitnahme von Unterlagen durch die Steuerfahndung im Rahmen einer Hausdurchsuchung.

Arbeitsrecht

  • Umkleidezeit für besonders auffällige Dienstkleidung als Arbeitszeit.

Bild: pixabay / Autor: donterase 789631

Eigenbedarfskündigung Wohnungsinvestoren

 

 

Die Eigenbedarfskündigung von Wohnungsinvestoren kann nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs geltend gemacht werden.

 

 

Einkommensteuer

  • Keine Berücksichtigung eines mit Büromöbeln und einer Küchenzeile ausgestatteten Raums als häusliches Arbeitszimmer.
  • Berufsausbildung durch berufsbegleitendes Studium beim Kindergeld oder Kinderfreibetrag.
  • Dienstwagenbesteuerung in Leasingfällen.
  • Prämie für einen Verbesserungsvorschlag und Versorgungsleistung statt Bonuszahlung nicht tarifbegünstigt.
  • Vertragsmäßige Kapitalauszahlung aus einer Pensionskasse unterliegt dem regulären Einkommensteuersatz.

Termine Steuern / Sozialversicherung   April 2017 / Mai 2017

Arbeitnehmer/Arbeitgeber

  • Arbeitslosengeld bei ungekündigtem Arbeitsverhältnis.

Untenehmer/Unternehmen

  • Keine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Mietzinsen für die Überlassung von Ausstellungsflächen in Messehallen.

 Umsatzsteuer

  • Ermäßigter Steuersatz bei Speisen und Getränken: Abgrenzung von Lieferung und Dienstleistung bei Bereitstellung von Mobiliar.

Mieter / Vermieter / Wohnungseigentümer

  • Kein Wechsel von der degressiven Gebäude-AfA zur Abschreibung nach der tatsächlichen Nutzungsdauer.
  • Eigenbedarfskündigung von Wohnungsinvestoren dürfen geltend gemacht werden.
  • Wohnungseigentümer hat keinen Anspruch auf Einbau eines Aufzugs.

Bild: pixabay / Autor: Andreas 2138949

Werbungskosten Geburtstagsfeier

 

 

Werbungskosten können als Aufwendungen bei einer Geburtstagsfeier, die beruflich veranlasst ist, in Ausnahmefällen als steuermindernde Werbungskosten in Abzug  gebracht werden.

 

Einkommensteuer

  • Aufwendungen für Fortbildungen mit persönlichkeitsbildendem Charakter als Werbungskosten oder Betriebsausgaben
  • Aufwendungen für Geburtstagsfeier im Allgemeinen nicht als Werbungskosten anzuerkennen.

Termine Steuern / Sozialversicherung   März 2017 / April 2017

Untenehmer/Unternehmen

  • Maßgebendes Pensionsalter bei der Bewertung von Versorgungszusagen

 Umsatzsteuer

  • Für Vorsteuerzwecke zu beachten: Frist zur Zuordnungsentscheidung von gemischt genutzten Leistungen zum Unternehmen endet am 31. Mai
  • Kein Vorsteuerabzug aus Scheinrechnungen im Billigkeitswege
  • Umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage für Frühstück im Hotel ist regelmäßig der vom Hotelier gesondert ausgewiesene Betrag
  • Rückwirkende Berichtigung von Rechnungen ist möglich

Arbeitsrecht

  • Eingeschränkter Unfallschutz im Home-Office

Mieter / Vermieter

  • Einkünfteerzielungsabsicht kann auch bei lang andauerndem Leerstand einer Wohnung gegeben sein.

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Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen

 

 

Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen ist verfassungswidrig

 

 

 

Personal/Entgelt

  • Bestimmung der ersten Tätigkeitsstätte bei einem Arbeitnehmer.
  • Unwirksame Kündigung bei Arbeitnehmerüberwachung mit Keylogger.
  • Sachgrundlose Befristung für fünf Jahre - per Tarifvertrag wirksam.

Termine Steuern / Sozialversicherung   Februar 2017 / März 2017

Untenehmer/Unternehmen

  • Verdeckte Gewinnausschüttung bei nicht kostendeckender Vermietung eines Einfamilienhauses an den Gesellschafter.

 Mieter/Vermieter

  • Erneuerung einer Einbauküche in vermieteter Wohnung nur über Abschreibung abziehbar.
  • Kosten des Betriebsstroms der zentralen Heizungsanlage müssen nach der Heizkostenverordnung verteilt werden.
  • Kein Recht auf „Abwohnen“ der Mietkaution.

Abgabenordnung

  • Wahlrecht bei Pauschalierung der Steuer auf Sachzuwendungen können getrennt ausgeübt werden.

Natürliche Personen

  • Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen ist verfassungswidrig.
  • Berücksichtigung des Selbstbehalts bei einer privaten Krankenversicherung nur als außergewöhnliche Belastung möglich.

Sonstiges

  • Wertersatzpflicht des Käufers beim Widerruf im Fernabsatzverkehr.
  • Bundesgerichtshof stärkt Beweislage des Käufers für Mängel in den ersten sechs Monaten.

 

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Vorsteuerabzug gemischt genutzter Gebäude

 

Der Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Gebäuden ist bei Herstellungs- und Erhaltungsaufwendungen jeweils nach unterschiedlichen Maßstäben aufzuteilen.

 

 

 

Unternehmer/Unternehmen

  • Neue Anforderungen an Kassensysteme ab 1. Januar 2017.

Termine Steuern / Sozialversicherung   Januar 2017

Natürliche Personen

  • Einem Dozenten zur Verfügung stehender Laborraum ist kein Arbeitsplatz.
  • Vermeidung privater Veräußerungsgeschäfte durch Wohnungsüberlassung an Kinder nur, solange Kinderfreibetrag gewährt wird.
  • Häusliche Pflege ist auch bei Betreuung durch nicht besonders ausgebildetes Personal als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig.

 Mieter/Vermieter

  • Defekte Telefonleitung berechtigt zur Mietminderung.
  • Wahl eines WEG-Verwalters ohne Festlegung des Bestellzeitraums ist unwirksam.
  • Anschaffungsnahe Herstellungskosten liegen auch bei Austausch von Heizkörpern vor.

Umsatzsteuer

  • Unterschiedliche Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden hinsichtlich Herstellungs- und Erhaltungsaufwand.
  • Umsatzsteuerfreie Unterrichtsleistungen.

Sonstiges

  • EuGH verneint die Störerhaftung von WLAN-Anbietern.
  • Urheberrechtsverletzungen durch Setzen eines Hyperlinks.

Bild: pixabay /Autor: mweyl 1647624

Erbschaftsteuerreform 2016

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Die Erbschaftsteuerreform 2016 ist beschlossen. Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss haben nun auch Bundestag und Bundesrat dem neuen Erbschaftsteuergesetz zugestimmt. Das neue Gesetz tritt rückwirkend zum 1.07.2016 in Kraft. Die wichtigsten Änderungen für Unternehmer können Sie hier erfahren.

 

 

 

Unternehmer/Unternehmen

  • Neues BMF-Schreiben zu Teilwertabschreibungen und Anforderungen an eine „ voraussichtlich dauernde Wertminderung.“
  • Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung.
  • Anschaffungsnahe Herstellungskosten anstelle Sofortabzug bei Gebäudesanierung.

Termine Steuern / Sozialversicherung   Dezember 2016 / Januar 2017

Privatpersonen

  • Durch ein Stipendium erstattete Studienkosten sind keine vorweggenommenen Werbungskosten oder Betriebsausgaben.
  • Bonuszahlungen der Krankenkasse mindern nicht den Sonderausgabenabzug.
  • Entschädigungszahlungen für rechtswidrig geleistete Mehrarbeiten.

 Mieter/Vermieter

  • Bundesgerichtshof vereinfacht Betriebskostenabrechnung.

Arbeitnehmer/ Arbeitgeber

  • Betriebsübergang und Identität nach Inhaberwechsel.

Erbschaft-/Schenkungsteuer

  • Neuregelung der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Sonstiges

  • Rücktrittsrecht von Käufern wegen VW-Abgasskandal.

Bild: pixabay /Autor: geralt 945260

Steuertipps Altersvorsorge

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Steuertipps-Extra-Ausgabe „Altersvorsorge“

Die sozialen Sicherungssysteme sind instabil. Wer im Alter ausreichende Versorgungsbezüge erhalten möchte, sollte nicht nur auf eine Karte setzen und selbst aktiv werden. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und betrieblichen Altersvorsorge sind dabei die Rürup-Rente (Basisrente) und die Riester-Rente die wichtigsten Instrumente.


Rürup-Rente

Dieses Instrument steht allen Steuerpflichtigen offen. Solche Verträge bieten eine diversifizierte Produktauswahl, flexible Zahlungsmodalitäten und eine Risikoabsicherung (Berufsunfähigkeitsvorsorge, Hinterbliebenenrente).

Steuerlich interessant ist, dass Beiträge in einen Rürup-Renten-Vertrag ab dem ersten Euro als Sonderausgaben berücksichtigt werden und damit Ihre Steuerbelastung senken können.

Der Sonderausgabenabzug ist in 2016 bis zu einer Höhe von 22.766 € p.a. bzw. 45.532 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnern möglich. Hiervon können im Jahr 2016 bereits 82% in Ansatz gebracht werden, die Absetzbarkeit steigt pro Jahr noch um 2%-Punkte an, sodass ab 2025 100% erreicht sind.

Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2016 müssen 72% der Rentenzahlungen als Einkommen versteuert werden. Bis zum Jahr 2020 steigt der zu versteuernde Anteil jedes Jahr um 2%. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich der Anteil jedes Jahr um 1%, bis schließlich ab dem Jahr 2040 die gesamte monatliche Rentenzahlung der Steuerpflicht unterliegt.


Riester-Rente

Dieses Instrument steht ebenfalls allen Steuerpflichtigen offen, ist aber besonders geeignet für Pflichtversicherte der Deutschen Rentenversicherung, Beamte und mittelbare Berechtigte wie z.B. Ehepartner.

Besonders interessant sind diese Verträge dadurch, dass die Beiträge durch staatliche Zulagen bezuschusst werden. Die  Förderquote ist für nur mittelbar berechtigte Ehegatten und für kinderreiche Familien besonders hoch.

Grundsätzlich muss ein Gesamtbeitrag in Höhe von mindestens 4% des Bruttoeinkommens des Vorjahres eingezahlt werden (max. 2.100 € / Jahr). In diesem Fall wird Ihrem Vertrag automatisch die volle Zulage gutgeschrieben. In Ihrer Einkommensteuer-veranlagung können Sie als unmittelbar Berechtigter die Beiträge als Sonderausgaben geltend machen (bis maximal 2.100 € p.a.). Übersteigen die Steuerersparnisse durch den Sonderausgabenabzug die bereits erhaltene Zulage, wird Ihnen die Differenz als Steuererstattung ausbezahlt.

Bei Tod vor Rentenbeginn ist bei Riester-Rentenverträgen übrigens ein Hinterbliebenenschutz enthalten (für Kinder max. bis zum 25. Lebensjahr).

Gerne beraten wir Sie persönlich dazu, ob ein Riester- und/oder Rürup- Rentenvertrag für Sie zur Altersvorsorge geeignet wären und inwieweit sie dadurch Steuern sparen können. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Bild: pixabay/ Autor Alexas Fotos 1553349

Kalender mit Firmenlogo als Betriebsausgaben abzugsfähig

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Kalender mit Firmenlogo sind als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn diese einzeln und getrennt von den übrigen Betriebsausgaben im Rahmen der Buchführung aufgezeichnet werden. Dies hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden. 

 

 


Umsatzsteuer

  • Aufteilung der Vorsteuer bei Zuordnung eines Gebäudes zu teils steuerpflichtigen und teils steuerbefreiten Umsätzen
  • Gutschriftempfänger schuldet unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer

Termine Steuern / Sozialversicherung   November 2016 / Dezember 2016

Erbschaft- / Schenkungssteuer

  • Gleicher Freibetrag für beschränkt und unbeschränkt Erbschaftsteuerpflichtige.

Arbeitsrecht

  • Keine Hochrechnung von illegal gezahltem Arbeitsentgelt auf ein Bruttoarbeitsentgelt zur Berechnung von Sozialkassenbeiträgen.

Natürliche Personen

  • Keine Verrechnung von selbst getragenen Krankheitskosten mit zurückerstatteten Krankenversicherungsbeiträgen.

Mieter/Vermieter

  • Ortsübliche Bruttomiete gilt als Vergleichswert bei verbilligter Überlassung von Wohnraum.
  • Mietspiegel als Schätzungsgrundlage für Mieterhöhungen geeignet.

Unternehmer/Unternehmen

  • Jahresabschluss 2015 muss bis zum Jahresende 2016 veröffentlicht werden.
  • Kompensation des Mehrergebnisses einer Betriebsprüfung durch Investitionsabzugsbetrag.
  • Kalender gelten selbst mit Firmenaufdruck als Geschenk.
  • Eigenverantwortliche Arbeit von Mitarbeitern kann die Freiberuflichkeit der unternehmerischen Tätigkeit gefährden.

Sonstiges

  • Buchung einer Fährverbindung ist keine Pauschalreise.

Bild: pixabay /Autor: tigerlily713 Nr. 660670