Aktienverkauf minderjähriger Kinder

Der Aktienverkauf minderjähriger Kinder, bei vorgeschalteter Schenkung kann ein Gestaltungsmissbrauch vorliegen. Lesen Sie hierzu die Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz. 

 

 

 

Kinder

  • Sprachaufenthalt im Ausland gilt nur unter besonderen Umständen als Berufsausbildung.

Termine Steuern / Sozialversicherung Dezember 2017 / Januar 2018

Unternehmer / Unternehmen

  • Abgrenzung eines häuslichen Arbeitszimmers von einer Betriebsstätte.
  • Neue Entwicklungen bei eigenkapitalersetzenden Darlehen.
  • Begrenzung der Steuerermäßigung wegen Gewerbesteueranrechnung ist betriebsbezogen.

Einkommensteuer

  • Gestaltungsmissbrauch beim Aktienverkauf vorgeschalteten Schenkung an minderjährige Kinder.
  • Gescheiterte Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen wegen fortbestehender Geschäftsführerstellung.

Mieter / Vermieter

  • Ausnahme bei den anschaffungsnahen Herstellungskosten.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

  • Geänderte Schenkungssteuerfestsetzung für den Vorerwerb ist weder Grundlagenbescheid noch rückwirkendes Ereignis.

Ehrenamt

  • Ehrenamtliche Tätigkeiten nicht sozialversicherungspflichtig.

Umsatzsteuer

  • Verkauf von "Wiesnbrezn“ auf dem Oktoberfest unterliegt dem ermäßigten Umsatzsteuersatz.

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Werbungskosten durch Vorhalten einer Wohnung am Arbeitsort während der Elternzeit.

Bild: pixabay /  Autor: geralt 1989126

Steuerklassenwahl 2018

Beitrag Steuerklassenwahl 2015

Die Steuerklassenwahl 2018 - welche Auswirkungen hat die Lohnsteuer-Klassenwahl 
für Sie?

Ehegatten können zwischen alternativen Lohnsteuerklassenkombinationen wählen: Die Standardkombination ist  IV/IV.  Alternativ kann der höher verdienende Partner die Steuerklasse III und dessen Partner die Steuerklasse V wählen. Ganz individuell kann der Lohnsteuerabzug bei Wahl des Faktorverfahrens gesteuert werden.

Sie sollten bei der Wahl der Steuerklassenkombination eventuelle Zahlungen von Entgelt- und Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Unterhaltsgeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld etc. berücksichtigen, da diese die Gesamtsteuerbelastung beeinflussen.  Außerdem kann ein Steuerklassenwechsel im Laufe eines Kalenderjahres unerwartete Auswirkungen auf die Zahlung von Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosen- oder Elterngeld haben.

Aus diesem Grund ist eine Beratung zur optimalen  Steuerklassenkombination durch einen Steuerberater zu empfehlen.

Weitere Informationen zur Steuerklassenwahl und Beispielrechnungen wurden durch das Bundesfinanzministerium veröffentlicht:

Außergewöhnliche Belastungen

 

 

 

 

 

 

Außergewöhnliche Belastungen können nicht aus Billigkeitsgründen auf mehrere Jahre verteilt werden, auch wenn sie sich steuerlich nicht in vollem Umfang auf den Veranlagungszeitraum auswirken.


Mieter/Vermieter/Grundstückseigentümer

  • Kein Gestaltungsmissbrauch bei Nießbrauch an vermietetem Grundstück zugunsten des studierenden Kindes.
  • Mietvertragliche Pflicht zur Gartenpflege umfasst nur einfache Arbeiten.

Termine Steuern / Sozialversicherung November / Dezember 2017

Arbeitgeber / Arbeitnehmer

  • Behandlung von Aufwendungen für Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen.

Vereine

  • Mittelverwendung gemeinnütziger Vereine von jedem Vereins-Bankkonto möglich.

Umsatzsteuer

  • Keine Rückwirkung der Rechnungsberichtigung beim unrichtigen Steuerausweis.

Einkommensteuer

  • Keine Verteilung außergewöhnlicher Belastungen aus Billigkeitsgründen.

Unternehmer/Unternehmen

  • Jahresabschluss 2016 muss bis zum Jahresende 2017 veröffentlicht werden.
  • Auch Geldeinwurfautomaten müssen kassensturzfähig sein.

Verfahrensrcht

  • Anforderungen an die Aufzeichnungen bei Einnahmenüberschussrechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse.

Sonstiges

  • Airlines dürfen keine Sondergebühren bei Stornierungen einer Flugbuchung verlangen.

Bild: pixabay/ Autor: stevebp 879498

Steuerliche Erleichterungen 2017


Steuerliche Erleichterungen und Vereinfachungen im Umgang mit kleineren Beträgen, bescheren Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2017 zwei Änderungsgesetze

Einkommensteuer

  • Häusliches Arbeitszimmer: Zur mehrfachen Nutzung des Höchstbetrags sowie zum Abzug bei der Nutzung für mehrere Einkunftsarten.

Termine Steuern / Sozialversicherung Oktober / November 2017

Arbeitgeber / Arbeitnehmer

  • Steuerbegünstigte Abfindung bei Vorliegen eines einvernehmlichen Auflösungsvertrags.

Unternehmer/Unternehmen

  • Steuerliche Erleichterungen 2017 und Bürokratieabbau bei kleineren Beträgen wie:
    - Kleinbetragsrechnungen
    - Lohnsteuer
    - Geringwertige Wirtschaftsgüter
  • Pflicht zur Einzelaufstellung der Bareinnahmen bei einem Taxiunternehmen.

Umsatzsteuer

  • Umsatzsteuerpflicht bei Fahrschulunterricht ist zweifelhaft.

Verfahrensrecht

  • Elektronische Klageerhebung über das Elster-Portal ist nicht zulässig.

Mieter / Vermieter

  • Verbilligte Vermietung an Angehörige: Ermittlung der Entgeltlichkeitsquote.
  • Anerkennung von Verlusten aus teilweiser Vermietung durch Zeitmietverträge und als Ferienwohnung.
  • Irritationen um die Mietpreisbremse.

Sonstiges

  • Stromanbieter müssen Haushaltskunden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten.

Bild: pixabay/ Autor geralt 2453594

Abschreibungsrecht Ehegatten als Nichteigentümer

 

Das Abschreibungsrecht von Ehegatten als Nichteigentümer bei betrieblicher Nutzung des Ehegattengrundstücks tritt dann in Kraft, wenn die Anschaffungskosten vom Ehegatten selbst getragen werden.

 

 

 

Einkommensteuer

  • Das Abschreibungsrecht von Ehegatten als Nichteigentümer bei betrieblicher Nutzung des Ehegattengrundstücks.
  • Erste Tätigkeitsstätte von Piloten und Flugbegleitern.

Termine Steuern / Sozialversicherung September / Oktober 2017

Unternehmer/Unternehmen

  • Gewinnerzielungsabsicht bei verlustträchtiger Erfindertätigkeit.
  • Verlustabzugsverbot: Erwerbergruppe beim schädlichen Beteiligungserwerb.

Mieter / Vermieter / Grundstückseigentümer

  • Miet- und Leasingkosten für Rauchwarnmelder sind nicht als Betriebskosten auf Wohnungsmieter umlegbar.

Umsatzsteuer

  • Garantiezusage als einheitliche untrennbare Leistung beim Gebrauchtwagenkauf.
  • Umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung auch bei fehlendem Umsatz im Gründungsjahr anzuwenden.

Arbeitsrecht

  • Vorgeschriebene Umkleidezeiten sind vergütungspflichtige Arbeitszeit.

Sonstiges

  • Haftung eines Auffahrenden bei Kettenauffahrunfall.

Verfahrensrecht

  • Bei Billigkeitserwägungen wegen übermäßiger Steuerbelastung dürfen Einkommen- und Gewerbesteuern nicht zusammengerechnet werden.

Bild: pixabay/ Autor: StockSnap

Verlustabzugsbeschränkung Kapitalgesellschaften verfassungswidrig

 

 

Verlustabzugsbeschränkung bei Kapitalgesellschaften ist verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass die Verlustabzugsbeschränkung bei Körperschaften in Teilen mit dem Grundgesetz unvereinbar ist.

 

Einkommensteuer

  • Häusliches Arbeitszimmer eines Selbstständigen mit eingeschränktem betrieblichem Arbeitsplatz kann steuerlich abzugsfähig sein.
  • Keine Absetzung für Abnutzung auf die Anschaffungskosten einer Vertragsarztzulassung.

Termine Steuern / Sozialversicherung August/September 2017

Unternehmer/Unternehmen

  • Kassenführungsmängel bei PC - Kassensystemen.
  • Pauschale Einkommensteuer für Geschenke an Geschäftsfreunde ist nicht abziehbar.
  • Übersetzungstätigkeit kann durch Zukauf von Fremdübersetzungen gewerblich werden.
  • Verlustabzugsbeschränkung bei Kapitalgesellschaften ist verfassungswidrig.

Lohnsteuer

  • Im eigenwirtschaftlichen Interesse eines Reiseveranstalters gewährter Rabatt an Reisebüroangestellten ist kein Arbeitslohn.

Umsatzsteuer

  • Wann sind Unterrichtsleistungen selbstständiger Lehrer umsatzsteuerfrei?

Mieter/ Vermieter

  • Aufteilung vorab entstandener Werbungskosten bei verbilligter Vermietung.

Arbeitsrecht

  • Strenge Anforderungen an die Schriftform bei Befristung von Arbeitsverträge.

Bild: pixabay/ Autor: Geralt 1989137

Verluste aus Photovoltaikanlagen

Verluste aus Photovoltaikanlagen können anerkannt werden, wenn die Gewinnerzielungsabsicht vorliegt auch wenn die Ertragsprognose für die Nutzungsdauer negativ ist. Das Finanzgericht entschied, dass die Gewinnerzielungsabsicht in zwei Stufen zu überprüfen sei.

 

 

 

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Erfüllung des gesetzlichen Mindestlohns: Zulagen und Prämien als Bestandteile des Mindestlohns.
  • Hohes Honorar ist starkes Indiz gegen Scheinselbstständigkeit.

Termine Steuern / Sozialversicherung Juli/August 2017

Mieter/Vermieter

  • Bei vorgetäuschtem Eigenbedarf muss Vermieter Schadensersatz zahlen.
  • Typisierende Annahme der Überschusserzielungsabsicht bei Vermietung und Verpachtung bei Nießbrauchrecht.

Einkommensteuer

  • Kosten medizinischer Seminare als außergewöhnliche Belastung.
  • Auch dauernde Verluste aus einer Photovoltaikanlage können steuerlich anzuerkennen sein.
  • Privates Veräußerungsgeschäft: Zeitpunkt der Berücksichtigung eines Veräußerungsverlusts bei Ratenzahlung.

Unternehmer/Unternehmen

  • Höhe der Pensionsrückstellung zugunsten Gesellschafter / Geschäftsführer muss wegen möglicher Überversorgung überprüft werden.
  • Umsatzsteuerbefreiung von Betreuungs- und Pflegeleistungen an hilfsbedürftige Personen.
  • Abmahnung und Aufwendungsersatz sind umsatzsteuerbarer Leistungsaustausch.

Sontiges

  • Verspätete Anmeldung eines Reisemangels bei unklaren Reiseunterlagen. 

 

Bild: pixabay / Autor: Skeeze 1591359

Steuergesetzänderungen 2017



Steuergesetzänderungen 2017

Der Bundesrat hat in diesem Jahr zwei Gesetzen zur Bürokratieentlastung sowie zwei Gesetzen zur Bekämpfung von Steuerumgehungen und Änderung weiterer Vorschriften zugestimmt (letztere müssen noch verkündet werden, um endgültig in Kraft zu treten). Ein Kurzüberblick der wichtigsten Änderungen:

  • Kleinbetragsrechnungen (ab dem 1.1.2017)
    Bei Kleinbetragsrechnungen gelten bei der Umsatzsteuer entschärfte Formvorschriften, insbesondere muss der Rechnungsempfänger nicht angegeben sein. Die Erleichterungen sind nun bis zu einem Rechnungsbetrag von 250 Euro anzuwenden (früher 150 Euro)
  • Sofortaufwand (ab dem 1.1.2018)
    Zukünftig können Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 Euro nicht überschreiten, direkt als Betriebsausgaben angesetzt werden. Dementsprechend  müssen sie auch nicht in einem Anlagenverzeichnis aufgenommen werden. Bis zum Jahresende liegt der Schwellenwert noch bei 150 Euro.
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter (ab dem 1.1.2018)
    Die Wertgrenze für die Sofortabschreibung wird auf 800 Euro angehoben. Bis zum Jahresende liegt der Schwellenwert noch bei 410 Euro:
  • Sammelposten/Poolabschreibung (ab dem 1.1.2018)
    Soll die Abschreibungsdauer z.B. in Verlustsituationen über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, können Sammelposten gebildet werden, die über 5 Jahre aufzulösen sind. Diese Möglichkeit besteht bislang für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150-1.000 Euro. Zum Jahreswechsel verändert sich diese Spanne auf 250-1.000 Euro.
  • Lieferscheine (ab dem 1.1.2017)
    Die Aufbewahrungspflicht entfällt mit Erhalt/Versand der Rechnung.
    Vorsicht: das gilt nicht, wenn in der Rechnung hinsichtlich des Lieferdatums auf den Lieferschein verwiesen wird.
  • Lohnsteuer-Anmeldungen (ab dem 1.1.2017)
    Bis zum einem Betrag von 5.000 Euro sind Lohnsteueranmeldungen vierteljährlich abzugeben. Bislang lag die Schwelle bei 4.000 Euro. Es fallen also einige Arbeitgeber aus der monatlichen Meldepflicht heraus.
  • Kurzfristig Beschäftigte (ab dem 1.1.2017)
    Die lohnsteuerliche Pauschalierungsgrenze für den durchschnittlichen Tageslohn wurde von 68 auf 72 Euro angehoben.
  • Lizenzschranke (ab dem 1.1.2017)
    Modelle zur Gewinnverlagerung ins niedrigbesteuernde Ausland (Steuerlast <25%) werden durch den neuen § 4j EStG verhindert. Stehen sich der ausländische Lizenznehmer und der inländische Lizenzgeber (zu) nahe, wird der inländische Betriebsausgabenabzug korrespondierend zur ausländischen Ertragssteuerbelastung begrenzt.
  • Wagniskapital (ab dem 1.1.2017 / 1.1.2018)
    Steuerfreie INVEST-Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle verringern das Risiko einer Wagniskapitalbeteiligung an innovativen Unternehmen (Alter bis 7 Jahre, früher bis zu 10 Jahre).
    Den von 50.000 auf 100.000 Euro erhöhten Zuschuss pro Beteiligung können neben GmbHs zukünftig auch UGs erhalten. Neu ist der EXIT-Zuschuss ab 2020: 25% des Gewinns aus der späteren Veräußerung können steuerfrei erstattet werden.

Wenn Sie zusätzlichen Informationsbedarf zu diesen Änderungen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

Bild: pixabay / Autor: geralt 1356084

Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner

Die Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner ist auch dann möglich, wenn die persönliche und geistige Gemeinschaft aufrechterhalten bleibt.

 

 

 


Umsatzsteuer

  • Umsatzsteuerfreiheit von Personenbeförderungsleistungen eines Taxiunternehmens für eine Klinik.

Termine Steuern / Sozialversicherung Juni / Juli 2017

Unternehmer/Unternehmen

  • An GmbH als Versicherungsnehmerin gezahlte Versicherungsleistungen wegen Erkrankung des Gesellschafter-Geschäftsführers sind Betriebseinnahmen.
  • Gewerbliche Einkünfte durch Vermietung eines Arbeitszimmers an eigenen Auftraggeber.

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Ferienjobs sind für Schüler sozialversicherungsfrei.

Einkommensteuer

  • Zusammenveranlagung getrennter Ehepartner ist trotz langjähriger räumlicher Trennung möglich.
  • Günstigere Berechnung der zumutbaren Belastung.
  • Doppelte Haushaltsführung eines alleinstehenden Arbeitnehmers.

Mieter/Vermieter

  • Mietvertragliche Individualvereinbarungen haben Vorrang vor schriftlichen Formularregelungen.
  • Fortsetzung eines Mietverhältnisses wegen unzumutbarer Härte der Kündigung.

Sonstiges

  • Unfallschaden: Verweis auf günstigere Reparaturmöglichkeit in einer freien Fachwerkstatt.

Bild: pixabay / Autor: geralt 1820678

steuerfreie Lohnersatzleistungen

Steuerfreie Lohnersatzleistungen können in unterschiedlicher Form gewährt werden. Die Möglichkeiten der steuerfreien Lohnersatzleistungen erläutern wir Ihnen nachstehend:

 

 

 

 

Alljährlich steht in den Unternehmen die Diskussion über Lohnerhöhungen der Mitarbeiter an. Sicherlich sind auch Sie mit diesem Thema regelmäßig befasst. Doch wissen Sie, dass Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von einer Lohnerhöhung nach Abzug von Steuern gerade einmal die Hälfte verbleibt? Erhält ein Arbeitnehmer der Steuerklasse I mit einem Bruttolohn bzw. Gehalt von 4.000 EUR monatlich eine Gehaltserhöhung von 3 %, steigt die gesamte Steuerbelastung nach dem aktuellen Steuertarif 2017 von 823 EUR auf 864 EUR (inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag). Dies bedeutet, dass dem Arbeitnehmer von den 120 EUR, die Sie Ihren Arbeitnehmern mehr bezahlen, gerade einmal 79 EUR verbleiben.
Nicht berücksichtigt sind dabei die Sozialabgaben, die ebenfalls mit jeder Lohnerhöhung steigen, und zwar in dem Rechenbeispiel von 787 auf 810 EUR. Dem Arbeitnehmer bleiben von den 120 EUR Lohnerhöhung netto nur 56 EUR.

Die Ursache dafür liegt im linear-progressiven Steuertarif des deutschen Steuersystems, welcher inflationsbedingte Lohnerhöhungen nicht berücksichtigt. Zwar wurde der sog. Grundfreibetrag durch das Gesetz zum Abbau der kalten Progression in zwei Etappen auf aktuell (2017) 8.820 EUR erhöht. Wirklich effiziente Maßnahmen gegen die kalte Progression hat der Gesetzgeber aber bisher nicht unternommen. Und selbstverständlich steigen die Sozialabgaben stetig an.

Steuerfreie Lohnersatzleistungen
Angesichts der zunehmenden Belastungen mit Steuern und Sozialabgaben lohnt die Gewährung steuerfreier Lohnersatzleistungen mehr denn je. Wir möchten Sie daher auf Möglichkeiten hinweisen, einen Teil der vereinbarten Lohnerhöhungen im Einverständnis Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form steuerfreier Lohnersatzleistungen zu gewähren. Das Steuerrecht bietet eine breite Palette solcher Lohnersatzleistungen, die je nach Bedarf oder den Wünschen des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmer entsprechend genutzt werden kann.

Serviceleistungen für Familie und Beruf
Als Arbeitgeber können Sie ein Dienstleistungsunternehmen beauftragen, welches Ihre Arbeitnehmer in persönlichen und sozialen Angelegenheiten berät oder Betreuungspersonen für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige des Arbeitnehmers vermittelt. Diese Leistungen sind in tatsächlicher Höhe lohnsteuerfrei. Darüber hinaus können Sie die Kosten für eine kurzfristige Notbetreuung von Kindern (unter 14 Jahren bzw. behinderte Kinder) oder pflegebedürftigen Angehörigen Ihrer Arbeitnehmer übernehmen, wenn dies aus zwingenden und beruflich veranlassten Gründen notwendig ist. Diese Leistungen sind bis zu maximal 600 EUR im Kalenderjahr lohnsteuerfrei. Die Betreuungsleistungen können im privaten Haushalt des Arbeitnehmers erfolgen. Gerne erläutern wir Ihnen diese Gesetzesneuerungen im Detail.

Sachbezüge
Als Arbeitgeber können Sie Ihren Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn Sachbezüge von insgesamt 44 EUR pro Kalendermonat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden. Bei der Berechnung des Sachbezugswerts und der Freigrenze müssen Sie nach der neuesten Finanzgericht-Rechtsprechung bei Sachzuwendungen ggf. Versand- und Verpackungskosten einbeziehen, Unter anderem können Sie Ihren Arbeitnehmern aber auch Tankkarten im Wert von 44 EUR aushändigen oder sonstige wieder aufladbare Guthabenkarten, die jeden Monat vom Ihrem Betriebsrechner aus mit dem Höchstbetrag von 44 EUR ausgestattet werden können. Der Arbeitnehmer kann dann davon tanken oder sonstige Waren beziehen. Nehmen Sie diese
Möglichkeit zum Anlass, mit uns darüber zu sprechen.

Förderung der Elektromobilität
Fördern Sie die Elektromobilität Ihrer Mitarbeiter und tun Sie gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes. Nach dem neuen Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität können Sie Ihren Arbeitnehmern Vorteile für das elektrische Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder eines Hybridelektrofahrzeugs oder eines S-Pedelec (zulassungspflichtiges Elektrofahrrad) lohnsteuerfrei gewähren. Dasselbe gilt für die zeitweise Überlassung einer zur privaten Nutzung geeigneten betrieblichen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge. Diese Annehmlichkeiten zusätzlich zum Lohn unterliegen nicht der Lohnsteuer. Außerdem können geldwerte Vorteile aus der Übereignung einer Ladevorrichtung und Zuschüsse zur Anschaffung einer solchen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden. Dem Arbeitnehmer fließt der Vorteil somit brutto für netto zu.

Job-Ticket
Auch ein Job-Ticket stellt nach unseren Erfahrungen eine willkommene Alternative zu einer Lohnerhöhung dar. Solche Monatskarten für den öffentlichen Personennahverkehr können ohne Lohnsteuer- oder Sozialversicherungsabzüge überlassen werden, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht mehr als 44 EUR monatlich zuwendet. Bitte beachten Sie - und dies gilt auch für Warengutscheine, dass der Zuwendungsbetrag die Freigrenze von 44 EUR je Monat nicht auch nur geringfügig übersteigen darf, da in diesem Fall der volle Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig wird! Dies ist in der Regel so, wenn das Job-Ticket in Form eines Jahrestickets ausgegeben wird. Die 44 EUR-Freigrenze ist dann in der Regel überschritten. Sprechen Sie daher vor Ausgabe eines Job-Tickets mit uns.

Aufmerksamkeiten
Der Freibetrag für typische Aufmerksamkeiten beträgt 60 EUR pro Anlass. Typische Aufmerksamkeiten sind Geschenke wie Bücher, Blumen, CDs zum Geburtstag usw. Tätigen Sie aber keine Barzuwendungen. Denn diese sind in jeder Höhe lohnsteuerpflichtig!                         

Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten (insbesondere Kindergarten)
Eine Alternative zu einer Lohnerhöhung stellen Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Kosten der Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer dar. Diese sind lohnsteuerfrei. Wichtig ist u. a., dass die Zuschüsse zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt werden. Hierzu zählen betriebseigene und außerbetriebliche Kindergärten, Kindertagesstätten und eine Unterbringung bei einer Tagesmutter, sofern diese nicht als Angestellte des Arbeitnehmers anzusehen ist, sondern als Selbstständige tätig wird. Steuerfrei sind nur Unterkunft, Betreuung und Verpflegung der Kinder. Soweit Arbeitgeberleistungen auch den Unterricht des Kindes umfassen, sind sie nicht steuerfrei. Dasselbe gilt für Zuschüsse zur Beförderung des Kindes zwischen Wohnung und Kindergarten. Die Kinderbetreuungskosten können Sie in tatsächlicher Höhe erstatten, Höchstbeträge gibt es nicht. Sprechen Sie uns für weitere Details gerne an.
Zusätzlich kann der Arbeitnehmer Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung seines zum Haushalt gehörenden Kindes, welches das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (bei körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung gilt das 25.
Lebensjahr) bis zur Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 EUR je Kind, als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Erhaltene Arbeitgeberzuschüsse werden allerdings hierauf angerechnet.

Fort- und Weiterbildung
Erstatten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Weiterbildung bzw. Fortbildung. Voraussetzung für die Steuerfreiheit der Erstattung ist zwar, dass die Weiterbildung in einem bereits ausgeübten Beruf erfolgt und diese im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. Jedoch kann in vielen solchen Fällen die Kostenerstattung für ein berufsbegleitendes Seminar, welches der Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch besuchen möchte, ein Anreiz sein, auf einen Teil der Lohnerhöhung zu verzichten.

Belegschafts-, Personalrabatte
Bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Belegschafts- bzw. Personalrabatte an bzw. stellen Sie Ihren Arbeitnehmern kostenlose oder verbilligte Waren bzw. Dienstleistungen zur Verfügung. Der erzielte Preisvorteil durch Personalrabatt ist bis zu einem Freibetrag von 1.080 EUR pro Kalenderjahr steuerfrei. Bemessungsgrundlage für die Sachbezüge bildet der um 4 % geminderte Endpreis (einschließlich der Umsatzsteuer), zu dem der Arbeitgeber die Ware oder Dienstleistung fremden Letztverbrauchern anbietet. Der Preisvorteil errechnet sich aus der Differenz dieses verminderten Endpreises zum vom Arbeitnehmer tatsächlich entrichteten Preis. Ein positiver "Nebeneffekt" ist, dass der Kauf von Waren oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch Ihre Mitarbeiter auch den Umsatz entsprechend ankurbelt.

Gesundheitsförderung
Als Arbeitgeber können Sie bis zu 500 EUR pro Jahr und Mitarbeiter für Zwecke der betrieblichen Gesundheitsförderung steuerfrei zuwenden. Die Zuwendung können Sie auch in Form von Barleistungen (Zuschüssen) gewähren, wenn die zweckgebundene Verwendung sichergestellt ist. "Sponsern" Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern z. B. eine Rückenschule anstelle einer Lohnerhöhung, spart dies nicht nur Steuern und Sozialversicherung, sondern fördert außerdem die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer. Steuerfreie Zuwendungen sind möglich für alle Maßnahmen zur Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastungen oder Zuwendungen für die Bereitstellung einer gesundheitsgerechten betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung oder Maßnahmen zur Vermeidung psychosozialer Belastungen und Stress. Auch Raucherentwöhnungskurse können Sie steuerfrei bis zum genannten Höchstbetrag sponsern. Nicht steuerfrei sind Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge an Sportvereine und Fitnessstudios und andere, ähnliche Einrichtungen. Gehen Sie daher auf alle Fälle auf Nummer sicher und sprechen Sie uns an, bevor Sie derartige Vereinbarungen mit Ihren Mitarbeitern treffen.

Verwendung von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten
Verleihen Sie Ihren Arbeitnehmern einen PC, ein Notebook, ein Smartphone oder ein Handy, löst dieser "Gebrauchsvorteil" keine Steuer aus. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Geräte beruflich gar nicht benötigt oder gebraucht. Die gesamte Nutzung ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Das Verleihen der Geräte hat den Vorteil, dass Sie als Arbeitnehmer den Vorsteuerabzug haben und auch die laufenden Mobilfunkrechnungen steuerfrei übernehmen können.

Erholungsbeihilfen
Schließlich möchten wir Sie noch auf eine weitere Gestaltungsmöglichkeit hinweisen, welche nach unseren Erfahrungen leider wenig genutzt wird:
Die Gewährung von Erholungsbeihilfen. Als solche "Beihilfen" bezeichnet werden Zuwendungen des Arbeitgebers an Mitarbeiter oder mitarbeitende Familienangehörige für Zwecke der eigenen Erholung, der Erholung des Ehegatten oder von Kindern. Die Zuwendungen müssen zusätzlich zum Arbeitslohn erfolgen. Zwar ist die Gewährung solche Zuwendungen nicht ganz steuerfrei. Doch während Urlaubsgeld in der Regel zu deutlich höheren Steuern und Sozialabgaben führt, können Sie Erholungsbeihilfen auf Antrag mit einem Pauschalsteuersatz von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuern. Dies gilt innerhalb bestimmter Höchstgrenzen; innerhalb dieser sind auch mehrere Zuwendungen im Jahr möglich. Versteuern Sie als Arbeitgeber die Erholungsbeihilfe pauschal, fallen auch keine Sozialabgaben an.

Arbeitsvertragliche Vereinbarung: Fallstricke vermeiden!
Für die Lohnsteuerfreiheit kommt es allein auf die arbeitsvertragliche Vereinbarung an. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bezüglich gewährter Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten des Arbeitgebers, fallen unter die steuerfreien Lohnbestandteile nur solche, die "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" gezahlt werden. Das heißt es muss sich zwingend um freiwillige Arbeitgeberleistungen handeln. Dem gegenüber sind nach Auffassung der Finanzverwaltung die Voraussetzungen für eine steuerfreie Gewährung von Zusatzleistungen durch den Arbeitgeber erfüllt, wenn die zweckbestimmte Leistung zu dem Arbeitslohn hinzukommt, den der Arbeitgeber arbeitsrechtlich schuldet.

Schädliche Gehaltsumwandlungen
Gehaltsumwandlungen sind grundsätzlich schädlich. Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist es stets eine Frage des Einzelfalls, ob der verwirklichte Sachverhalt das in mehreren steuerrechtlichen Vorschriften enthaltene Tatbestandsmerkmal "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" erfüllt.

Foto: pixabay / Autor: Loufre 1756279