Sachbezüge Gesetzänderung


Sachbezüge Gesetzänderung

Die Finanzverwaltung bezieht in ihrem Schreiben vom 13. April 2021 umfangreich Stellung zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug.
In dem Schreiben werden die Grundsätze zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug aufgeführt. Die neuen Regelungen werden ausführlich dargestellt und anhand von Beispielen verdeutlicht.

 

 

Bundesfinanzministerium zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug

Termine Steuern/Sozialversicherung Mai/ Juni 2021

Einkommensteuer

  • Ansatz eines steuerlichen Verlusts aus Aktien bei Insolvenz der AG
  • Keine Einkommensteuer für Zuteilung von PayPal-Aktien durch eBay-"Spin-Off"
  • "Auto-Abo" kann steuerliche Auswirkungen haben
  • Ausgaben für medizinische Masken können sich steuerlich auswirken
  • Ertragsteuerliche Beurteilung eines Vorweggewinns für die Komplementär-GmbH

Lohnsteuer

  • Anforderungen an steuerliche Anerkennung eines geringfügigen Ehegattenarbeitsverhältnisses

Umsatzsteuer

  • Zur Stromlieferung als selbstständige Leistung neben einer umsatzsteuerfreien Vermietung

Verfahrensrecht

  • Betriebsprüfung: Kein Anspruch auf Durchführung einer Schlussbesprechung mit persönlicher Anwesenheit der Teilnehmer

Arbeitsrecht

  • Statt Arbeitslohn gewährte Tankgutscheine und Werbeeinnahmen unterliegen der Beitragspflicht

 

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Erhöhung Mindestlohn ab 01.01.2021

Erhöhung Mindestlohn ab 01.01.2021

die Mindestlohn-Kommission hat die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes je Zeitstunde wie folgt beschlossen:

 

Änderung ab Erhöhung Mindestlohn auf
01.01.2021 Euro   9,50
01.07.2021 Euro   9,60
01.01.2022 Euro   9,82
01.07.2022 Euro 10,45

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Sachbezugswerte 2020

 

 

Sachbezugswerte 2020:
Sachbezugswerte sind ab 2020 neu festgesetzt worden. Mahlzeiten, die arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an Arbeitnehmer abgegeben werden, sind mit dem anteiligen amtlichen Sachbezugswert zu bewerten.

 

 

 

 

 

Termin Steuern / Sozialversicherung Februar / März 2020

Einkommensteuer

  • Steuerliche Neuregelungen für Arbeitnehmer ab 2020
  • Steuerliche Behandlung von Arbeitszeitkonten bei Gesellschafter-Geschäftsführern
  • Aufwendungen der Erstausbildung sind keine Werbungskosten
  • Vorläufigkeitsvermerk nach Soli-Musterklage – Steuerzahler müssen keine Einsprüche mehr einlegen

Lohnsteuer

  • Sachbezugswerte 2020: Lohnsteuerliche Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten von Arbeitnehmern
  • Ab 2020 wesentliche Änderungen für Arbeitgeber durch das Bürokratieentlastungsgesetz III
  • Ausgabepflicht von Kassenbelegen kann bei Vorliegen von sachlichen Härten entfallen

Erbschaftsteuer

  • Dreijährige Renovierungsphase – keine Erbschaftsteuerbefreiung für ein Familienheim
  • Tipps zum Einlösen von Geschenkgutscheinen

Arbeits-/ Sozialrecht

  • „Crowdworker“ ist kein Angestellter
  • Entgeltfortzahlung auch bei weiterem Krankheitsfall auf sechs Wochen beschränkt
  • Höheres Elterngeld bei monatlichen Umsatzbeteiligungen
  • Seit 01.01.2020: Austauschprämie für Ölheizungen

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Betriebliches Fahrrad oder E-Bike steuerfrei

Betriebliches Fahrrad oder E-Bike ist seit 01.01.2019 für Arbeitnehmer steuerfrei.
Der geldwerte Vorteil aus der Überlassung des betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrads ist nunmehr steuerfrei. Die Voraussetzungen sind im Anhang erklärt.

 

 

 

 

Unternehmer/Unternehmen

  • Fehlende Steuerbescheinigung über die Ausschüttung aus der Kapitalrücklage führt zur Verwendungsfestschreibung auf 0 €
  • Voraussetzungen für die Abzinsung von Verbindlichkeiten
  • Tarifbegünstigte Veräußerung einer freiberuflichen Einzelpraxis

Termine Steuern/Sozialversicherung März/April 2019

Mieter/Vermieter

  • Vermieter muss keine Fenster putzen

Umsatzsteuer

  • Nachweisanforderungen für den Vorsteuerabzug
  • Umsatzsteuerentstehung bei Sollbesteuerung
  • Für Vorsteuerzwecke zu beachten: Frist zur Zuordnungsentscheidung von gemischt genutzten Leistungen zum Unternehmen endet am 31. Juli 2019.

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Keine Lohnzuschläge für Zeiten, in denen Überstunden abgebaut werden
  • Betriebliches Fahrrad oder E-Bike ist seit 01.01.2019 für Arbeitnehmer steuerfrei.

Sonstiges

  • Wirksame Patientenverfügung zum Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen

 

 

Betriebliches Fahrrad oder E-Bike

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Jobticket ab 2019 steuerfrei

 

Jobticket ab 2019 steuerfrei
Zuschüsse und Sachbezüge für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr, etwa mittels Job Ticket, sind seit Jahresbeginn von der Steuer befreit.

 

 

 

Verfahrensrecht

  • Schätzungsbefugnis bei fehlenden Programmierprotokollen eines bargeldintensiven Betriebs mit modernem PC-Kassensystem

Termine Steuern/Sozialversicherung Februar/März 2019

Unternehmer/Unternehmen

  • Gesellschaftereinlage als nachträgliche Anschaffungskosten auf die GmbH-Beteiligung
  • Pauschal ermittelte Nutzungsentnahme für Kfz vielleicht doch begrenzbar?

     

Wohneigentümer/Mieter/Vermieter

  • Mieter kann Zustimmungserklärung zur Mieterhöhung nicht widerrufen

Kinder

  • Ehefrau der Kindsmutter wird nicht aufgrund der Ehe zum rechtlichen Mit-Elternteil des Kinds

Umsatzsteuer

  • Korrektur einer unzutreffenden Steuerschuldnerschaft des Bauträgers

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Betriebliche Altersvorsorge: Arbeitgeberzuschuss ab 2019 für Neuzusagen verpflichtend
  • Kurzfristige Beschäftigung: 70-Tage-Regelung für Saisonarbeiter bleibt bestehen
  • EuGH stärkt Arbeitnehmerrechte bei Urlaubsanspruch

Einkommensteuer

  • Job-Ticket ab 2019 steuerfrei
  • Berechnungsgrundlagen für den Spendenabzug beziehen sich auf das Kalenderjahr

Sonstiges

  • Trompetenspiel im Reihenhaus in Maßen erlaubt

 

 

Jobticket ab 2019 steuerfrei

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Arbeitnehmer Sachbezugswerte ab 01.01.2019

 

 

Arbeitnehmer Sachbezugswerte ab 01.01.2019 für freier Unterkunft oder Wohnung sowie Verpflegung

 

 

 

 

Einkommensteuer

  • Abzug von Refinanzierungszinsen für Gesellschafterdarlehen nach einem Forderungsverzicht gegen Besserungsschein
  • Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenkasse für allgemein gesundheitsfördernde Aktivitäten

Termine Steuern / Sozialversicherung Januar /Februar 2019

Umsatzsteuer

  • Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2019 beantragen

Unternehmer/Unternehmen

  • Gewinnkorrekturen bei privater Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs
  • Reisevorleistungseinkauf eines Reiseveranstalters unterliegt nicht der Hinzurechnung bei der Gewerbesteuer

Arbeitgeber/Arbeitnehmer

  • Beitragszuschuss für nicht krankenversicherungspflichtige und für in der privaten Krankenversicherung versicherte Beschäftigte im Jahr 2019
  • Vergütung von Reisezeiten bei Entsendung ins Ausland
  • Arbeitnehmer Sachbezugswerte ab 01.01.2019 für freier Unterkunft oder Wohnung sowie Verpflegung
  • Freie Verpflegung als Sachbezug ab 1. Januar 2019

Arbeitnehmer Sachbezugswerte ab 01.01.2019

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Neuregelung von Sachbezugsleistungen ab 1. Januar 2018

Mit der Neuregelung von Sachbezugsleistungen ab 1. Januar 2018 ist bei Leistungen von freier Unterkunft, freier Wohnung oder freier Verpflegung bei der Berechnung der Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge zu berücksichtigen. Details und Beispiele finden Sie in diesen Steuertipps.

 

 

 

 

Arbeitsrecht

  • Änderungen des Mutterschutzgesetzes zum 1. Januar 2018.

Termine Steuern / Sozialversicherung Januar / Februar 2018

Arbeitnehmer / Arbeitgeber

  • Neuregelung von Sachbezugsleistungen ab 1. Januar 2018 bei freier Unterkunft oder freier Wohnung
  • Freie Verpflegung als Sachbezugsleistungen ab 1. Januar 2018.

Unternehmer / Unternehmen

  • Keine Anwendung des sogenannten Sanierungserlasses auf Altfälle.
  • Pensionszahlungen einer GmbH an den Gesellschafter-Geschäftsführer bei Fortführung des Dienstverhältnisses.

Umsatzsteuer

  • Dauerfristverlängerung für Umsatzsteuer 2018 beantragen.

Sonstiges

  • Meldungen zum und Einsichtnahme in das Transparenzregister.

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Steuerklassenwahl 2018

Beitrag Steuerklassenwahl 2015

Die Steuerklassenwahl 2018 - welche Auswirkungen hat die Lohnsteuer-Klassenwahl 
für Sie?

Ehegatten können zwischen alternativen Lohnsteuerklassenkombinationen wählen: Die Standardkombination ist  IV/IV.  Alternativ kann der höher verdienende Partner die Steuerklasse III und dessen Partner die Steuerklasse V wählen. Ganz individuell kann der Lohnsteuerabzug bei Wahl des Faktorverfahrens gesteuert werden.

Sie sollten bei der Wahl der Steuerklassenkombination eventuelle Zahlungen von Entgelt- und Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Unterhaltsgeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld etc. berücksichtigen, da diese die Gesamtsteuerbelastung beeinflussen.  Außerdem kann ein Steuerklassenwechsel im Laufe eines Kalenderjahres unerwartete Auswirkungen auf die Zahlung von Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosen- oder Elterngeld haben.

Aus diesem Grund ist eine Beratung zur optimalen  Steuerklassenkombination durch einen Steuerberater zu empfehlen.

Weitere Informationen zur Steuerklassenwahl und Beispielrechnungen wurden durch das Bundesfinanzministerium veröffentlicht:

steuerfreie Lohnersatzleistungen

Steuerfreie Lohnersatzleistungen können in unterschiedlicher Form gewährt werden. Die Möglichkeiten der steuerfreien Lohnersatzleistungen erläutern wir Ihnen nachstehend:

 

 

 

 

Alljährlich steht in den Unternehmen die Diskussion über Lohnerhöhungen der Mitarbeiter an. Sicherlich sind auch Sie mit diesem Thema regelmäßig befasst. Doch wissen Sie, dass Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von einer Lohnerhöhung nach Abzug von Steuern gerade einmal die Hälfte verbleibt? Erhält ein Arbeitnehmer der Steuerklasse I mit einem Bruttolohn bzw. Gehalt von 4.000 EUR monatlich eine Gehaltserhöhung von 3 %, steigt die gesamte Steuerbelastung nach dem aktuellen Steuertarif 2017 von 823 EUR auf 864 EUR (inklusive Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag). Dies bedeutet, dass dem Arbeitnehmer von den 120 EUR, die Sie Ihren Arbeitnehmern mehr bezahlen, gerade einmal 79 EUR verbleiben.
Nicht berücksichtigt sind dabei die Sozialabgaben, die ebenfalls mit jeder Lohnerhöhung steigen, und zwar in dem Rechenbeispiel von 787 auf 810 EUR. Dem Arbeitnehmer bleiben von den 120 EUR Lohnerhöhung netto nur 56 EUR.

Die Ursache dafür liegt im linear-progressiven Steuertarif des deutschen Steuersystems, welcher inflationsbedingte Lohnerhöhungen nicht berücksichtigt. Zwar wurde der sog. Grundfreibetrag durch das Gesetz zum Abbau der kalten Progression in zwei Etappen auf aktuell (2017) 8.820 EUR erhöht. Wirklich effiziente Maßnahmen gegen die kalte Progression hat der Gesetzgeber aber bisher nicht unternommen. Und selbstverständlich steigen die Sozialabgaben stetig an.

Steuerfreie Lohnersatzleistungen
Angesichts der zunehmenden Belastungen mit Steuern und Sozialabgaben lohnt die Gewährung steuerfreier Lohnersatzleistungen mehr denn je. Wir möchten Sie daher auf Möglichkeiten hinweisen, einen Teil der vereinbarten Lohnerhöhungen im Einverständnis Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form steuerfreier Lohnersatzleistungen zu gewähren. Das Steuerrecht bietet eine breite Palette solcher Lohnersatzleistungen, die je nach Bedarf oder den Wünschen des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmer entsprechend genutzt werden kann.

Serviceleistungen für Familie und Beruf
Als Arbeitgeber können Sie ein Dienstleistungsunternehmen beauftragen, welches Ihre Arbeitnehmer in persönlichen und sozialen Angelegenheiten berät oder Betreuungspersonen für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige des Arbeitnehmers vermittelt. Diese Leistungen sind in tatsächlicher Höhe lohnsteuerfrei. Darüber hinaus können Sie die Kosten für eine kurzfristige Notbetreuung von Kindern (unter 14 Jahren bzw. behinderte Kinder) oder pflegebedürftigen Angehörigen Ihrer Arbeitnehmer übernehmen, wenn dies aus zwingenden und beruflich veranlassten Gründen notwendig ist. Diese Leistungen sind bis zu maximal 600 EUR im Kalenderjahr lohnsteuerfrei. Die Betreuungsleistungen können im privaten Haushalt des Arbeitnehmers erfolgen. Gerne erläutern wir Ihnen diese Gesetzesneuerungen im Detail.

Sachbezüge
Als Arbeitgeber können Sie Ihren Arbeitnehmern zusätzlich zum Arbeitslohn Sachbezüge von insgesamt 44 EUR pro Kalendermonat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden. Bei der Berechnung des Sachbezugswerts und der Freigrenze müssen Sie nach der neuesten Finanzgericht-Rechtsprechung bei Sachzuwendungen ggf. Versand- und Verpackungskosten einbeziehen, Unter anderem können Sie Ihren Arbeitnehmern aber auch Tankkarten im Wert von 44 EUR aushändigen oder sonstige wieder aufladbare Guthabenkarten, die jeden Monat vom Ihrem Betriebsrechner aus mit dem Höchstbetrag von 44 EUR ausgestattet werden können. Der Arbeitnehmer kann dann davon tanken oder sonstige Waren beziehen. Nehmen Sie diese
Möglichkeit zum Anlass, mit uns darüber zu sprechen.

Förderung der Elektromobilität
Fördern Sie die Elektromobilität Ihrer Mitarbeiter und tun Sie gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes. Nach dem neuen Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität können Sie Ihren Arbeitnehmern Vorteile für das elektrische Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder eines Hybridelektrofahrzeugs oder eines S-Pedelec (zulassungspflichtiges Elektrofahrrad) lohnsteuerfrei gewähren. Dasselbe gilt für die zeitweise Überlassung einer zur privaten Nutzung geeigneten betrieblichen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge. Diese Annehmlichkeiten zusätzlich zum Lohn unterliegen nicht der Lohnsteuer. Außerdem können geldwerte Vorteile aus der Übereignung einer Ladevorrichtung und Zuschüsse zur Anschaffung einer solchen Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden. Dem Arbeitnehmer fließt der Vorteil somit brutto für netto zu.

Job-Ticket
Auch ein Job-Ticket stellt nach unseren Erfahrungen eine willkommene Alternative zu einer Lohnerhöhung dar. Solche Monatskarten für den öffentlichen Personennahverkehr können ohne Lohnsteuer- oder Sozialversicherungsabzüge überlassen werden, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht mehr als 44 EUR monatlich zuwendet. Bitte beachten Sie - und dies gilt auch für Warengutscheine, dass der Zuwendungsbetrag die Freigrenze von 44 EUR je Monat nicht auch nur geringfügig übersteigen darf, da in diesem Fall der volle Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig wird! Dies ist in der Regel so, wenn das Job-Ticket in Form eines Jahrestickets ausgegeben wird. Die 44 EUR-Freigrenze ist dann in der Regel überschritten. Sprechen Sie daher vor Ausgabe eines Job-Tickets mit uns.

Aufmerksamkeiten
Der Freibetrag für typische Aufmerksamkeiten beträgt 60 EUR pro Anlass. Typische Aufmerksamkeiten sind Geschenke wie Bücher, Blumen, CDs zum Geburtstag usw. Tätigen Sie aber keine Barzuwendungen. Denn diese sind in jeder Höhe lohnsteuerpflichtig!                         

Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten (insbesondere Kindergarten)
Eine Alternative zu einer Lohnerhöhung stellen Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Kosten der Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer dar. Diese sind lohnsteuerfrei. Wichtig ist u. a., dass die Zuschüsse zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt werden. Hierzu zählen betriebseigene und außerbetriebliche Kindergärten, Kindertagesstätten und eine Unterbringung bei einer Tagesmutter, sofern diese nicht als Angestellte des Arbeitnehmers anzusehen ist, sondern als Selbstständige tätig wird. Steuerfrei sind nur Unterkunft, Betreuung und Verpflegung der Kinder. Soweit Arbeitgeberleistungen auch den Unterricht des Kindes umfassen, sind sie nicht steuerfrei. Dasselbe gilt für Zuschüsse zur Beförderung des Kindes zwischen Wohnung und Kindergarten. Die Kinderbetreuungskosten können Sie in tatsächlicher Höhe erstatten, Höchstbeträge gibt es nicht. Sprechen Sie uns für weitere Details gerne an.
Zusätzlich kann der Arbeitnehmer Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung seines zum Haushalt gehörenden Kindes, welches das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (bei körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung gilt das 25.
Lebensjahr) bis zur Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 EUR je Kind, als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Erhaltene Arbeitgeberzuschüsse werden allerdings hierauf angerechnet.

Fort- und Weiterbildung
Erstatten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Weiterbildung bzw. Fortbildung. Voraussetzung für die Steuerfreiheit der Erstattung ist zwar, dass die Weiterbildung in einem bereits ausgeübten Beruf erfolgt und diese im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt wird. Jedoch kann in vielen solchen Fällen die Kostenerstattung für ein berufsbegleitendes Seminar, welches der Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch besuchen möchte, ein Anreiz sein, auf einen Teil der Lohnerhöhung zu verzichten.

Belegschafts-, Personalrabatte
Bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Belegschafts- bzw. Personalrabatte an bzw. stellen Sie Ihren Arbeitnehmern kostenlose oder verbilligte Waren bzw. Dienstleistungen zur Verfügung. Der erzielte Preisvorteil durch Personalrabatt ist bis zu einem Freibetrag von 1.080 EUR pro Kalenderjahr steuerfrei. Bemessungsgrundlage für die Sachbezüge bildet der um 4 % geminderte Endpreis (einschließlich der Umsatzsteuer), zu dem der Arbeitgeber die Ware oder Dienstleistung fremden Letztverbrauchern anbietet. Der Preisvorteil errechnet sich aus der Differenz dieses verminderten Endpreises zum vom Arbeitnehmer tatsächlich entrichteten Preis. Ein positiver "Nebeneffekt" ist, dass der Kauf von Waren oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen durch Ihre Mitarbeiter auch den Umsatz entsprechend ankurbelt.

Gesundheitsförderung
Als Arbeitgeber können Sie bis zu 500 EUR pro Jahr und Mitarbeiter für Zwecke der betrieblichen Gesundheitsförderung steuerfrei zuwenden. Die Zuwendung können Sie auch in Form von Barleistungen (Zuschüssen) gewähren, wenn die zweckgebundene Verwendung sichergestellt ist. "Sponsern" Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern z. B. eine Rückenschule anstelle einer Lohnerhöhung, spart dies nicht nur Steuern und Sozialversicherung, sondern fördert außerdem die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer. Steuerfreie Zuwendungen sind möglich für alle Maßnahmen zur Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastungen oder Zuwendungen für die Bereitstellung einer gesundheitsgerechten betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung oder Maßnahmen zur Vermeidung psychosozialer Belastungen und Stress. Auch Raucherentwöhnungskurse können Sie steuerfrei bis zum genannten Höchstbetrag sponsern. Nicht steuerfrei sind Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge an Sportvereine und Fitnessstudios und andere, ähnliche Einrichtungen. Gehen Sie daher auf alle Fälle auf Nummer sicher und sprechen Sie uns an, bevor Sie derartige Vereinbarungen mit Ihren Mitarbeitern treffen.

Verwendung von Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten
Verleihen Sie Ihren Arbeitnehmern einen PC, ein Notebook, ein Smartphone oder ein Handy, löst dieser "Gebrauchsvorteil" keine Steuer aus. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer die Geräte beruflich gar nicht benötigt oder gebraucht. Die gesamte Nutzung ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Das Verleihen der Geräte hat den Vorteil, dass Sie als Arbeitnehmer den Vorsteuerabzug haben und auch die laufenden Mobilfunkrechnungen steuerfrei übernehmen können.

Erholungsbeihilfen
Schließlich möchten wir Sie noch auf eine weitere Gestaltungsmöglichkeit hinweisen, welche nach unseren Erfahrungen leider wenig genutzt wird:
Die Gewährung von Erholungsbeihilfen. Als solche "Beihilfen" bezeichnet werden Zuwendungen des Arbeitgebers an Mitarbeiter oder mitarbeitende Familienangehörige für Zwecke der eigenen Erholung, der Erholung des Ehegatten oder von Kindern. Die Zuwendungen müssen zusätzlich zum Arbeitslohn erfolgen. Zwar ist die Gewährung solche Zuwendungen nicht ganz steuerfrei. Doch während Urlaubsgeld in der Regel zu deutlich höheren Steuern und Sozialabgaben führt, können Sie Erholungsbeihilfen auf Antrag mit einem Pauschalsteuersatz von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer versteuern. Dies gilt innerhalb bestimmter Höchstgrenzen; innerhalb dieser sind auch mehrere Zuwendungen im Jahr möglich. Versteuern Sie als Arbeitgeber die Erholungsbeihilfe pauschal, fallen auch keine Sozialabgaben an.

Arbeitsvertragliche Vereinbarung: Fallstricke vermeiden!
Für die Lohnsteuerfreiheit kommt es allein auf die arbeitsvertragliche Vereinbarung an. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bezüglich gewährter Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten des Arbeitgebers, fallen unter die steuerfreien Lohnbestandteile nur solche, die "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" gezahlt werden. Das heißt es muss sich zwingend um freiwillige Arbeitgeberleistungen handeln. Dem gegenüber sind nach Auffassung der Finanzverwaltung die Voraussetzungen für eine steuerfreie Gewährung von Zusatzleistungen durch den Arbeitgeber erfüllt, wenn die zweckbestimmte Leistung zu dem Arbeitslohn hinzukommt, den der Arbeitgeber arbeitsrechtlich schuldet.

Schädliche Gehaltsumwandlungen
Gehaltsumwandlungen sind grundsätzlich schädlich. Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist es stets eine Frage des Einzelfalls, ob der verwirklichte Sachverhalt das in mehreren steuerrechtlichen Vorschriften enthaltene Tatbestandsmerkmal "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" erfüllt.

Foto: pixabay / Autor: Loufre 1756279

Sachbezug Arbeitnehmer

Sachbezug Arbeitnehmer

Viele Arbeitnehmer freuen sich über Sachbezüge, die sie von ihrem Arbeitgeber erhalten. So stellen viele Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern beispielsweise Job-Tickets zur Verfügung. Es empfiehlt sich hierbei zu prüfen, welchen Wert diese Tickets haben und ob gegebenenfalls steuerpflichtiger Arbeitslohn vorliegt.

 

 

 

Abgabenordnung

  • Auskunftsersuchen an Dritte bedarf vorheriger Sachverhaltsaufklärung

Termine Steuern / Sozialversicherung März 2016 / April 2016

Einkommensteuer

  • Geburtstagsfeier steuerlich absetzbar

Umsatzsteuer

  • Verspätungszuschlag bei Einreichung der Umsatzsteuer-Voranmeldung in Papierform statt in elektronischer Form

Arbeitsrecht 

  • Arbeitnehmer müssen sonntags nicht den Briefkasten überprüfen

  • Gesellschafterwechsel stellt keinen Betriebsübergang dar

Unternehmen / Beteiligungen

  • Verteilung des Mehrergebnisses einer Betriebsprüfung auf die Gesellschafter einer Mitunternehmerschaft

  • Betrieblicher Schuldzinsenabzug für Investitionsdarlehen

  • Steuerliche Behandlung des Job-Tickets

Vermietung

  • Tatsächliche Wohnfläche maßgebend für Mieterhöhung 

  • Verluste aus Vermietung und Verpachtung bei Mietvertrag unter nahen Angehörigen

Sonstiges

  • Schadensersatzrechtliche Rückabwicklung der Beteiligung an einem Immobilienfonds 

  • Pauschale Besteuerung „schwarzer“ Investmentfonds ist auch unter Berücksichtigung EU-rechtlicher Vorschriften nicht zu beanstanden

Bild: pixabay/ Autor: stampf Freie kommerzielle Nutzung .Kein Bildnachweis nötig